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MODELLIERUNG VON EVOLUTION ANHAND VON DIVERSITÄT IN FAMILIEN

Michael C. Boulter und Dilshat Hewzulla

ZUSAMMENFASSUNG

Die "Fossil Record 2" Datenbank mit Zeiten von Erst- und Letztauftreten von Pflanzen- und Tierfamilien kann im Internet abgefragt werden. Um darzustellen, wie diese Daten genutzt werden können, haben wir die Ausgaben für Säugetiere und Angiospermen mit Ergebnissen von anderen Datenbanken verglichen. Interessanterweise sind die gleichen Trends auch dort belegbar. Wir haben diese Abfrageeinrichtung auch benutzt, um Nee und May's Vorschlag zu prüfen, wonach sich einige Organismengruppen rasch diversifizieren und langsam abnehmen. Wie schlagen eine modifizierte logistische Kurve vor, um eine globale Kurve für die Diversifizierungsmuster zu modellieren, die einer Glockenkurve ähnelt. Das Diversifizierungsmuster bewegt sich um eine globale Kurve, bis zum allfälligen Aussterben, ausser wenn die Organismen einer beträchtlichen externen Störung ausgesetzt sind. Sobald die gegenwärtige Kurve einen klaren, nach unten gerichteten Trend zeigt, kann der Zeitpunkt des Aussterbens einer Organismengruppe vorhergesagt werden, unter der Annahme des Fehlens grosser externer Störungen in der Zukunft. Allerdings weist die Diversitätskurve aus nordamerikanischen pleistozänen Säugetierdaten auf ein Massenaussterben hin, dass unter dem Einfluss des Menschen schon begonnen hat.

Michael C. Boulter und Dilshat Hewzulla, Palaeobiology Research Unit, University of East London, Romford Road, London E15 4LZ, UK

Stichworte: Evolution, Entstehung, Aussterben, Diversität, Fossilbefund, Datenbank, Modellierung, interaktive Suche