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GENERISCHES AUSSTERBEN UND NEUERSCHEINUNGEN VON BRYOZOEN WAEHREND DER VERGANGENEN HUNDERT MILLIONEN JAHRE

Frank K. McKinney und Paul D. Taylor

Zusammenfassung

Eine Untersuchung über das Aussterben und Neuentwicklungen auf Stufenebene von Bryozoen Genera (Ordnungen der Cyclostomata und Cheilostomata) aus der Oberkreide und des Känozoikums ergaben sowohl voraussagbare als auch unerwartete Ergebnisse.
Die Kurven der Aussterberaten der Cyclostomen und Cheilostomen gleichen einander mit Ausnahme derjenigen aus einigen Stufen der unteren Oberkreide. In diesen Ausnahmefällen scheint das Auslöschungsmuster innerhalb der kleineren Gruppe der Cheilostomen Genera zufälliger Natur zu sein. In der Oberkreide entwickelte sich das Nordeuropäische Kreidemeer zu einem Zentrum der Bryozoendiversität. Während oder gegen das Ende des Maastrichtians hinzu war die Extinktionsrate in beiden Ordnungen hoch (unsere verfügbaren Daten erlauben keine genaueren Angaben für die Zeitpunkte der Aussterbe-Ereignisse innerhalb einer Stufe). Ueberraschenderweise zeigten sich die Extinktionsraten im Dan mehr oder weniger gleich hoch als jene aus dem Maastrichtian. Die hohen Werte der Extinktionsraten werden mit dem Rückzug des Kreidemeeres während des Dans in Nordeuropa in Zusammenhang gebracht. Die Raten der Neuerscheinungen von Cyclostomen und Cheilostomen waren einander ähnlich und vergleichsweise hoch in der Oberkreide. Nach dem K/T Extinktionsereignis wurde die Rate der Neuerscheinungen von Cyclostomata Genera geringer und blieb auf tiefem Niveau während des verbleibenden Känozoikums. Im Gegensatz dazu zeigt die Rate der Neubildungen bei den Cheilostomata einen Aufschwung im Eozän, weche jedoch in der Folge während des Pleistozäns wieder abnahm. Die verschiedene Entwicklung in der Diversität der Cyclostomen und Cheilostomen während des Känozoikums scheint in Unterschieden während der Entstehung der neuen Arten begründet zu sein und weniger in deren Aussterberaten.

Keywords: Aussterben, Artenentstehung, Kreide-Tertiär, K-T, benthische Invertebraten

Translation: Dr. Michael Knappertsbusch, Natural History Museum Basel, Augustinergasse 2, 4001-Basel, Switzerland